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	<item>
		<title>Sonntagsgruß 03. März 2021</title>
		<link>https://www.evang-wels.at/archives/4838</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2021 16:05:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
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					<description><![CDATA[Gedanken bon Dr. Christian Baldinger, Lektor]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gedanken bon Dr. Christian Baldinger, Lektor<br />
<iframe width="1135" height="638" src="https://www.youtube.com/embed/vSmbc19iTIY" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></p>
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		<title>Blockade? #Spielraum</title>
		<link>https://www.evang-wels.at/archives/4829</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2021 19:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Titel]]></category>
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					<description><![CDATA[Bis Ostern ist das Hauptportal der Christuskirche durch eine Mauer blockiert. Aber wozu? Die Idee: In der Passionszeit wollen wir auf die Mauern in unserem Leben schauen:  Wo geben diese [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p>Bis Ostern ist das Hauptportal der Christuskirche durch eine Mauer blockiert. Aber wozu? Die Idee: In der Passionszeit wollen wir auf die Mauern in unserem Leben schauen: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wo geben diese Mauern Halt – wo schützen sie?</li><li>Wo werden sie mir zur Blockade, wo schränken sie ein?&nbsp;</li><li>Wie kann ich mit Mauern, mit Grenzen, Regeln und Gegebenem umgehen, sodass ich meinen Spielraum habe, den ich für mein Leben in Freiheit brauche?&nbsp;</li></ul>



<p>Die Mauer steht daher unter dem Motto „Blockaden? #Spielraum“.</p>



<p>Jede Woche hat die Mauer ein neues Thema. Durch eine passende Impulsfrage an der Mauer werden Passant*innen zum Nachdenken angeregt</p>



<ul class="wp-block-list"><li>was mich blockiert,&nbsp;</li><li>wo ich Mauern erkenne,</li><li>wo ich Spielraum entdecke&nbsp;</li><li>und wo ich meinen Spielraum noch suchen möchte&nbsp;</li></ul>



<p>kann auf Zettelchen aufgeschrieben und in die Mauer in einen Schlitz gesteckt werden – und so dagelassen werden.&nbsp;</p>



<p>Jeden Sonntag ist das Wochenthema und die Impulsfrage auch Thema im online-Sonntagsgruß und in den Gottesdiensten.</p>



<p>Die Aktion ist eine Adaption der Aktion „7 Wochen ohne“, die in Deutschland seit mehreren Jahren zur Passionszeit läuft und an der sich jährlich 3 Mio. Menschen beteiligen.&nbsp;<a href="https://7wochenohne.evangelisch.de/">https://7wochenohne.evangelisch.de/</a></p>



<p>Die&nbsp;<strong>Seitenportale der Christuskirche</strong>&nbsp;dienen in der Passionszeit als Eingang und Ausgang.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="716" src="https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-1024x716.jpg" alt="" class="wp-image-4830" srcset="https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-1024x716.jpg 1024w, https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-300x210.jpg 300w, https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-768x537.jpg 768w, https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-1536x1074.jpg 1536w, https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-2048x1432.jpg 2048w, https://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2021/03/Mauer-1320x923.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p><strong><em>Herzliche Einladung zum gemeinsamen Hinschauen und Entdecken.</em></strong></p>
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		<item>
		<title>Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge</title>
		<link>https://www.evang-wels.at/archives/1909</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Werneck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2016 13:04:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Titel]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche ruft in diesem Jahr dazu auf, die Herzen zu öffnen und weit zu machen! Fastenzeit – ein anderer Zugang aus evangelischer Sicht Für evangelische Christen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche ruft in diesem Jahr dazu auf, die Herzen zu öffnen und weit zu machen!  </p>
<h3>Fastenzeit – ein anderer Zugang aus evangelischer Sicht</h3>
<p>Für evangelische Christen und Christinnen steht in der Fastenzeit traditionell das Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu im Mittelpunkt. Deshalb werden die 7 Wochen vor Ostern in der Evangelischen Kirche auch meistens „Passionszeit“, also Leidenszeit genannt.<br />
Fasten hatte lange Zeit keine Bedeutung für die evangelische Frömmigkeit – im Gegenteil: Bei vielen Evangelischen galt es als verpönt. Vom Schweizer Reformator Ulrich Zwingli ist bekannt, dass er am ersten Sonntag in der Fastenzeit des Jahres 1522 beim so genannten Zürcher Wurstessen dabei war. Das war so etwas wie eine provokative Demonstration für die evangelische Freiheit.<br />
Noch heute kenne ich evangelische Familien, die am Karfreitag bewusst Schnitzel essen, um an diese Tradition anzuknüpfen.<br />
Aber in den letzten Jahren hat sich durch die Ökumene auch in den evangelischen Kirchen ein positiver Zugang zum Fasten entwickelt. Während manche meiner Bekannten auf Genussmittel wie Alkohol oder Schokolade  verzichten, konzentrieren sich andere auf bestimmte Grundhaltungen. Sieben Wochen ohne Enge – großes Herz! – so lautet das Motto der heurigen Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland, an der sich ca. 3 Millionen Menschen beteiligen, auch viele Gemeinden in Österreich. Großherzig sein zu meiner Umgebung und zu mir selbst – auch das kann eine Art des Fastens sein.</p>
<h3>Mein Herz wird weit!</h3>
<p>Das Herz ist in der Bibel das menschliche Organ, in dem alles zusammen kommt:<br />
Das Denken, das Fühlen und das Wollen. Die Bibel trennt das Gefühl nicht vom Verstand. Ein weites Herz macht frei, es lässt mich durchatmen und schärft meinen Blick. Es führt heraus aus der Enge der Ängste und Sorgen, die meinen Alltag oft beschweren.<br />
In einem biblischen Psalm wird Gott so gelobt:<br />
Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe.<br />
 Herr, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.<br />
Dieses Loblied öffnet mein Herz in der Fastenzeit. Ich will mich anstecken lassen von Gottes Güte. Sie  kennt keine Grenzen, keine Zäune, keine Absperrungen. Gott ist grenzenlos barmherzig, denn er selbst hat ein weites Herz.<br />
Barmherzig – das ist ein Wort, das aus unserem alltäglichen Sprachgebrauch weitgehend verschwunden ist. Für manche Ohren mag es altmodisch und ein wenig verstaubt klingen.<br />
Ich bin davon überzeugt: Gerade in unseren Tagen ist Barmherzigkeit, ist ein weites Herz wichtig für das Zusammenleben. Großzügig umgehen mit den Fehlern von Menschen in meiner Umgebung, aber auch mit meinen eigenen Schwächen, das kann ich mit einem weiten Herzen.</p>
<h3>Barmherzigkeit im Internet</h3>
<p>Großes Herz! 7 Wochen ohne Enge. So lautet in diesem Jahr das Motto der Fastenaktion der Evangelischen Kirche.<br />
Die modernen Medien haben uns in den letzten Jahren ungeahnte Möglichkeiten im Bereich der Kommunikation eröffnet. Jederzeit und überall erreichbar sein – für manche Menschen ist dadurch eine wunderbare Vision Wirklichkeit geworden. Die Jüngeren können sich eine Welt ohne Handys und Internet überhaupt nicht mehr vorstellen.<br />
Die einen betrachten die rasante Entwicklung der Technik als Segen, für die anderen ist es ein Fluch. Einige meiner Schülerinnen erzählen mir, wie anstrengend und stressig es oft  ist, auf Nachrichten, die sie auf ihr Smartphone bekommen, sofort reagieren zu müssen. Wer zu spät antwortet, ist in der Gruppe unten durch. Der soziale Druck in den neuen Medien ist für manche ungeheuer groß.<br />
Auch ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich mich ärgere, wenn jemand meine E-mails oder ein SMS nicht schnell beantwortet.<br />
Großes Herz – 7 Wochen ohne Enge. Ich wünsche mir das besonders auch im Umgang mit den neuen Medien.  Ein guter Ansatz ist die Frage, ob ich das, was ich in die Tasten oder auf dem Smartphone tippe, meinem Gegenüber so auch direkt ins Gesicht sagen würde.  Für eine gelungene Kommunikation ist letztlich nicht so sehr die Geschwindigkeit entscheidend, sondern das weite Herz, oder anders gesagt: die Barmherzigkeit.</p>
<h3>Ein weites Herz auf dem Schulweg</h3>
<p>Letzte Woche habe ich mit meiner sechsjährigen Tochter Frida einen Film angeschaut. Er heißt „Auf dem Weg zur Schule“.<br />
Es sind vier wahre Geschichten von Kindern, die einen langen und beschwerlichen Weg zur Schule haben.  Sie leben in fernen Ländern, in Kenia, in Argentinien, in Marokko und Indien.<br />
Die Kinder in Kenia müssen gefährlich nahe an einer Elefantenherde vorbei, in Argentinien reiten sie auf einem Pferd durch die Weite Patagoniens,  in Marokko müssen sie über die steinigen Wege des Atlasgebirges wandern, in Indien einen Rollstuhl durch unwegsame Flusstäler schieben.<br />
Hindernisse werden aus dem Weg geräumt, Ängste überwunden. Allen Kindern gemeinsam ist die Lust am Lernen und das Bewusstsein, dass ihnen durch Bildung ein Tor in die Zukunft geöffnet wird.<br />
Meine Tochter hat den Film zu ihrem derzeitigen Lieblingsfilm erkoren. Einerseits, weil er spannend ist. Bis zum Schluss ist es nicht sicher, ob die Kinder rechtzeitig und sicher in der Schule ankommen. Andererseits hat sich wohl bei Frida auch die Perspektive auf ihren eigenen Schulweg verändert und was es überhaupt heißt, in die Schule gehen zu dürfen.<br />
Mich hat an dem Film fasziniert, mit welchem Vertrauen die Eltern ihre Kinder losschicken – ohne Handy, aber alle mit einem Segensspruch, dass sie sicher und wohlbehalten an ihrem Ziel ankommen mögen.<br />
Dieses Vertrauen ist eine gute Grundlage für ein weites Herz.</p>
<h3>Vergebung kann die Herzen öffnen</h3>
<p>Viel ist in letzter Zeit die Rede von christlichen Werten.<br />
Menschen aus anderen Kulturen, die nach Österreich kommen, sollen zur Teilnahme an Werteschulungen  verpflichtet werden – so lautet ein Vorschlag.<br />
Aber welche Werte damit konkret gemeint sind, bleibt in der öffentlichen Diskussion oft unklar.<br />
Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, dass sich Christenmenschen in unserem Land über ihre Werte oder Grundhaltungen Gedanken machen.<br />
„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ – so lautet eine Bitte im Vater Unser, dem zentralen christlichen Gebet, das auf Jesus selbst zurückgeführt wird.<br />
Vergebung, Verzeihung – ein wesentliches und schwieriges Element des christlichen Glaubens.<br />
Was muss passieren, dass ich jemandem, der mich verletzt, betrogen oder enttäuscht hat, verzeihen kann? Welche Formen von Entschuldigung bin ich bereit, anzunehmen?<br />
Und wie gehe ich damit um, dass ich mich selbst immer wieder in Schuld verstricke? Diese Fragen begegnen mir in meinem Alltag ständig, gegenüber meiner Frau, meiner Tochter, im Gespräch mit meinen Schülerinnen und Schülern und mit den Tätern, mit denen ich als Gefängnisseelsorger zu tun habe.<br />
Ich halte diese Fragen für entscheidend dafür,  ob ein Miteinander gut funktionieren kann, sei es in der Familie, im Freundeskreis, im beruflichen Umfeld oder in unserer Gesellschaft insgesamt.<br />
Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.<br />
Möge diese Bitte helfen, die Herzen zu öffnen, nicht nur in der Fastenzeit!</p>
<h3>Was macht der Neid?</h3>
<p>Hast Du schon gehört?  Der bekommt etwas, was ihm überhaupt nicht zusteht!<br />
So beginnen Neiddebatten. Die gibt es in Familien, besonders dann, wenn es um Fragen des Erbens geht, die gibt es im Berufsleben z.B. bei der Verteilung von besonderen Zuschlägen oder Prämien und die gibt es sehr oft dann, wenn jemand eine soziale Unterstützung in Anspruch nimmt.<br />
Solche Neiddebatten machen nicht nur schlechte Stimmung, sie können Beziehungen und Familien richtig zerstören und wirken sich negativ auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus.<br />
Die Fastenzeit ist eine gute Zeit, um in sich zu gehen und darüber nachzudenken: Lasse ich mich auch manchmal vom Neid anstecken?<br />
In der Bibel erzählt Jesus die Geschichte von zwei Brüdern. Der Jüngere lässt sich das Erbe ausbezahlen und verprasst es. Als er zurückkommt, wird er vom Vater mit offenen Armen aufgenommen. Ein Fest wird gefeiert.<br />
Der ältere Bruder hält diese Willkommenskultur nicht aus. Er beruft sich darauf, seine Pflichten immer genau erledigt zu haben und beschwert sich beim Vater über die vermeintliche Bevorzugung des Jüngeren.<br />
Diese biblische Neiddebatte wird vom Vater so beendet: Er fordert seinen älteren Sohn auf, sich mit dem wiedergekommenen Bruder zu freuen.<br />
Leicht wird ihm das nicht gefallen sein.<br />
Ein großes Herz braucht keine Neiddebatte. Es freut sich mit dem, der etwas bekommt, auch wenn er es nach meinem Maßstab nicht verdient hat. </p>
<h3>Du musst nicht perfekt sein!</h3>
<p>Kinder haben es in unserer leistungsorientierten Gesellschaft nicht leicht.<br />
Schon im Kindergarten wird festgestellt, welches Kind in welchem Bereich Förderbedarf hat.<br />
Jakob hat eine leichte Behinderung – er braucht für alle Handgriffe etwas länger und kann sich nicht so schnell bewegen wie die anderen.<br />
Seine Eltern melden ihn in einer Integrationsklasse an. Obwohl Jakob besser lesen und rechnen kann als die meisten anderen Kinder seiner Klasse, teilt die Lehrerin den Eltern bald nach Schulbeginn mit, dass ihr Sohn die erste Klasse wiederholen muss.<br />
Wenn schon am Beginn einer Schulkarriere eine große Enttäuschung steht, wird es schwer sein, das Kind in Zukunft für das Lernen zu begeistern.<br />
Jeder Mensch hat Schwächen.<br />
Manche lernen sehr früh, damit gut umzugehen. Anderen werden die eigenen Defizite schon von Kindheit an so massiv vorgehalten, dass sie sich ihr ganzes Leben als Unterlegene oder in der Sprache der Jugendlichen als „loser“ fühlen.<br />
Du darfst ein „loser“ sein! Du kannst dich von dem Druck befreit fühlen, perfekt sein zu müssen. Du musst deine Schwächen nicht verstecken und kannst dazu stehen. Du bist trotzdem wertvoll und gehörst zu uns!<br />
Diese Sätze passen vielleicht nicht so gut zu den Erwartungen, die in manchen Bildungsinstitutionen heute vermittelt werden.<br />
Aber sie passen gut zu dem Menschenbild, das ich in der Bibel finde.<br />
Gott hat ein großes Herz – von ihm kann ich lernen, ohne Enge zu leben.</p>
<p>Pfarrer Roland Werneck</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konfirmandenkurs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2014 08:39:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch heuer laden wir für den Vorbereitungskurs zur Konfirmation am 14. Mai 2015 herzlich ein. Die Vorbereitung ist eine Mischung aus Abenteuer, Spiel, Lernen und Gemeinschaft. Dabei wollen wir ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch heuer laden wir für den Vorbereitungskurs zur Konfirmation am 14. Mai 2015 herzlich ein. Die Vorbereitung ist eine Mischung aus Abenteuer, Spiel, Lernen und Gemeinschaft. Dabei wollen wir ein Stück vom Leben und Glauben als Christ entdecken, uns deinen Fragen stellen und dich auf der Suche nach Antworten eine Zeit lang begleiten.</p>
<p>Download <a href="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/09/Kurseinladung.pdf" target="_blank">Prospekt</a><br />
Download <a href="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/09/Anmeldebogen-zum-Konfirmandenkurs.pdf" target="_blank">Anmeldeformular</a></p>
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		<title>wieder zurück</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jul 2014 14:20:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Total fertig und ausgepowert sind wir heute Mittag am Campingplatz eingetroffen. Nein, das Foto ist nur ein Scherz. Müde, stolz auf das Geleistete, und langsam wieder fit, sauber und aufgekratzt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Total fertig und ausgepowert sind wir heute Mittag am Campingplatz eingetroffen.</p>
<p><a href="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/07/20140710-162022.jpg"><img decoding="async" src="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/07/20140710-162022.jpg" alt="20140710-162022.jpg" class="alignnone size-full" /></a></p>
<p>Nein, das Foto ist nur ein Scherz. Müde, stolz auf das Geleistete, und langsam wieder fit, sauber und aufgekratzt sehen wir den nächsten Unternehmungen entgegen.</p>
<p><a href="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/07/20140710-162302.jpg"><img decoding="async" src="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/07/20140710-162302.jpg" alt="20140710-162302.jpg" class="alignnone size-full" /></a></p>
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		<title>am See</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2014 11:33:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Sind schon den dritten Tag am See unterwegs. Traumhaftes Wetter, gute Stimmung, herrliche Natur. Grüße aus Schweden]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/07/20140708-133225.jpg"><img decoding="async" src="http://www.evang-wels.at/content/wp-content/uploads/2014/07/20140708-133225.jpg" alt="20140708-133225.jpg" class="alignnone size-full" /></a>Sind schon den dritten Tag am See unterwegs. Traumhaftes Wetter, gute Stimmung, herrliche Natur. Grüße aus Schweden</p>
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		<title>Morgengedanken: Wasser &#8211; eine Gabe Gottes</title>
		<link>https://www.evang-wels.at/archives/1370</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Werneck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 08:41:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist das Grundelement unseres Lebens. Es kann uns erquicken, beleben, beruhigen, aber auch bedrohen. In der Bibel begegnet uns Wasser schon am Beginn der Schöpfungsgeschichte. In den Kirchen hat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist das Grundelement unseres Lebens. Es kann uns erquicken, beleben, beruhigen, aber auch bedrohen. In der Bibel begegnet uns Wasser schon am Beginn der Schöpfungsgeschichte.<br />
In den Kirchen hat es durch das Sakrament der Taufe auch eine besondere spirituelle Bedeutung bekommen.</p>
<h4>Wasser weckt Sehnsucht</h4>
<p>Haben Sie schon Ihren Sommerurlaub geplant?<br />
Wenn ich mir Prospekte von Reisebüros anschaue, fällt mir auf, dass auf den Bildern sehr oft Wasser zu sehen ist: Das Meer, ein See, ein Fluss oder ein Wasserfall.<br />
Erholung, Entspannung, Urlaub – für viele Menschen hat das mit dem Element Wasser zu tun.<br />
Aber Wasser kann auch Sehnsucht wecken. Es kann uns dazu bringen, aufzubrechen und Neues zu entdecken. Die Weite des Meeres, die Kraft des Stromes, die erquickende Wirkung einer frischen Quelle. Wasser hat etwas Lebendiges, es kann uns Geschichten erzählen von der Unterbrechung des Alltags, von Veränderungen im Leben, von Befreiungen aus Zwängen.<br />
Die Bibel ist voll von solchen Wassergeschichten. Auf den ersten Seiten schon, in den Erzählungen von der Schöpfung ist immer wieder vom Wasser die Rede. Ganz am Anfang, noch bevor das Licht erscheint, heißt es:  Und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.<br />
In einem biblischen Psalm ruft der Beter: „Gott, du mein Gott, dich suche ich, meine Seele dürstet nach dir. Nach dir schmachtet mein Leib wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.“<br />
Das ist die Sprache der Sehnsucht nach Heilung, nach Veränderung, nach Rettung aus einer ausweglosen Situation.<br />
Wer Gott sucht, kommt am Wasser nicht vorbei. Wer Orte am Wasser aufsucht, kann dort  Gott finden – nicht nur im Urlaub!</p>
<h4>Segen und Fluch</h4>
<p>Orte am Wasser können Orte der Ruhe und des Friedens sein. Zur Entspannung  gehe ich am liebsten Wege am Wasser entlang, sei es an der Traun, die ich jeden Tag überquere  oder an einem See z.B. im nahen Salzkammergut.<br />
Aber letztes Jahr im Juni ist vielen Menschen in unserem Land wieder bewusst geworden, dass  Wasser nicht nur Segen, sondern auch manchmal Fluch bedeuten kann. Die Schäden des Hochwassers entlang der Donau sind längst noch nicht alle beseitigt.<br />
Wasser ist nicht nur die Grundlage unseres Lebens, es kann eben auch eine zerstörerische Wirkung haben.<br />
Die Bibel erzählt uns die Geschichte von der großen Flut schon in ihren ersten Kapiteln. 40 Tage und 40 Nächte Regen. Eine Klimakatastrophe als Urgeschichte der Menschheit. Das Verhältnis zwischen Mensch und Natur ist von Anfang an nicht ungetrübt.<br />
Aber Noah und seine rettende Arche können uns daran erinnern:<br />
Der Mensch hat den Auftrag bekommen, die Schöpfung zu bewahren und sie vor der Zerstörung zu retten. Gott hat uns diesen Planeten Erde anvertraut. Wenn wir wollen, dass auch zukünftige Generationen Orte am Wasser als Orte des Friedens und der Ruhe erleben können, ist es höchste Zeit, dass jede und jeder einen Beitrag leistet. Die Verantwortung  für die Bewahrung der Schöpfung kann uns niemand abnehmen.</p>
<h4>Es ströme das Recht wie Wasser!</h4>
<p>Zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Wer unseren  blauen Planeten aus der Perspektive eines Satelliten wahrnimmt, könnte annehmen, die Bewohner der Erde hätten genug Wasser, um ihren Durst zu stillen.<br />
Aber ein Drittel der Menschheit hat keinen Zugang zu Trinkwasser. Tausende Kinder sterben täglich an schmutzigem Wasser.<br />
In der Bibel lesen wir die Geschichte des Propheten Amos im Alten Israel. Der trat in Bet-El auf, einem heiligen Ort, der als Haus Gottes bezeichnet wird.<br />
Dieser Ort wurde auf einem felsigen Gelände mit vielen Quellen gebaut. Eine beeindruckende Trinkwasserversorgung aus diesen Quellen begeistert noch heutige Historiker.  Der Prophet Amos hatte wohl diese Quellen, die Bäche und das Meer vor Augen, wenn er Gottes Botschaft in Wasserbilder verpackt.<br />
Seine Sprüche richten sich gegen die Politik der Mächtigen, die auf Kosten der Armen in Luxus und Selbstgerechtigkeit leben. Amos ruft aus:<br />
„Es ströme das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach!“<br />
Wasser und Gerechtigkeit gehören zusammen – diese Botschaft gilt bis heute!<br />
Im vergangenen Jahr haben fast 2 Millionen Menschen die erste EU-weite Petition unterschrieben, die sich für das Menschenrecht auf Wasser und gegen die Wasser-Privatisierung einsetzt. In den kommenden Wochen werden  das EU-Parlament und die EU-Kommission beraten, wie diese Anliegen in Recht gegossen werden können.</p>
<h4>Brunnen: ein Stück vom Himmel</h4>
<p>Wenn ich in Städten spazieren gehe, suche ich am liebsten Plätze mit Brunnen zum Verweilen auf. Brunnen ziehen viele unterschiedliche Menschen an. Sie sind Orte der Begegnung.<br />
Das war schon zu biblischen Zeiten so. Häufig kommen Frauen zum Brunnen. Sie legen  weite Wege zurück, um in großen Krügen das Wasser zu holen. Im Johannes-Evangelium wird von einer Frau erzählt, die zum so genannten Jakobsbrunnen kommt.  Dieser Brunnen liegt in Samarien, einer bis heute politisch umstrittenen Gegend nördlich von Jerusalem. Die Bewohner Samariens galten den Juden als Ketzer. Der Umgang mit ihnen war verpönt.<br />
Dort, am Jakobsbrunnen bittet ein jüdischer Mann die  samaritanische Frau in der Mittagshitze um Wasser. Am Brunnen treten religiöse und kulturelle Unterschiede in den Hintergrund.<br />
Zwischen den beiden entwickelt sich ein Gespräch über den Durst und die heilende Kraft des Wassers.<br />
Der Mann verspricht der Frau etwas Irritierendes, ja Ungeheuerliches: Wasser, das ewiges Leben schenkt.<br />
Diese Begegnung zwischen dem Juden Jesus und einer Samariterin am Brunnen lässt eine große Hoffnung aufkeimen.  Versöhnung und Verständigung  ist möglich. Weil Wasser heilen kann, ist das Leben stärker als alle Enttäuschungen und Verletzungen, ja letztlich sogar stärker als der Tod.<br />
Brunnen sind Orte, an denen ein Stück vom Himmel spürbar werden kann.</p>
<h4>Taufe: Das lebendige Wasser</h4>
<p>Alle großen Religionen wissen etwas von der Kraft des Wassers, die Menschen zu reinigen, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Wasser ist Blut und Atem der Erde, sagen die Chinesen. Wie die Adern in einem Körper, die den roten Lebenssaft transportieren, stellt das Wasser lebensspendende Verbindungen her, manchmal sichtbar, manchmal unsichtbar unter der Erdoberfläche.<br />
Reinigung und Verbindung – in der christlichen Tradition werden diese Funktionen des Wassers in der Taufe zum Ausdruck gebracht.<br />
Die ersten Christen wurden am Jordan getauft, im fließenden, lebendigen Wasser.  Fließwasser kann viel in Bewegung bringen. Die Kraft des Flusses reißt alles mit, was in ihm schwimmt. Sogar schwere Steine können ins Rollen geraten.<br />
In den so genannten Freikirchen ist es auch heute noch üblich, dass Erwachsene bei der Taufe mit ihrem ganzen Körper untertauchen.  So wird die Symbolik deutlich:<br />
Aus dem Wasser der Taufe wird ein neuer Mensch geboren, gereinigt von allem, was ihn von Gott trennt und unsichtbar verbunden mit der Gemeinschaft der Heiligen, der ganzen Kirche. Christenmenschen sind davon überzeugt, dass durch das Wasser der Taufe Gottes Geist wirksam wird. Schwere und belastende Steine können ins Rollen geraten.  Jesus sagt über diese Kraft: „Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“</p>
<h4>Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht</h4>
<p>Letzte Woche hat wieder die Fastenzeit begonnen. Passionszeit, Leidenszeit werden diese sieben Wochen vor Ostern in der evangelischen Kirche genannt.<br />
Die Erinnerung an das Leiden und Sterben von Jesus gibt dieser Zeit den Namen.<br />
Zum christlichen Glauben gehört es dazu, Menschen, die leiden müssen, nicht allein zu lassen. Getragen wird die Solidarität mit den Leidenden in jedem Fall durch das Gebet.<br />
Im Psalm 69 aus der Bibel schreit ein Beter in seiner Verzweiflung zu Gott:<br />
„Hilf mir, Gott! Schon reicht mir das Wasser bis zur Kehle. Ich bin in tiefem Schlamm versunken und habe keinen Halt mehr; ich geriet in tiefes Wasser, die Strömung reißt mich fort.“<br />
Das Bild vom Wasser, das einem bis zum Hals steht, finde ich besonders eindrücklich. Wasser steht hier stellvertretend für die vielen Kräfte, die lebensbedrohlich sein können: Gewalt, Sucht, Krankheit z.B.<br />
Durch die Hinwendung zu Gott findet der Beter dieses Psalms Hoffnung in seinem Leiden. Und auch zu dieser Hoffnung gehört wieder das Element des Wassers.  Wörtlich heißt es: „Denn der Herr hört auf die Armen, er verachtet die Gefangenen nicht. Himmel und Erde sollen ihn rühmen, die Meere und was sich in ihnen regt.“<br />
Von der Verzweiflung zur Hoffnung – Wasser gehört zur Sprache des Glaubens, weil es die Grundlage unseres Lebens ist.<br />
Wasserwunder:  Markierung an den Übergängen<br />
Viele Menschen haben im Lauf ihres Lebens das Bedürfnis kennengelernt, in die Freiheit aufzubrechen.<br />
In der Bibel wird eine große Befreiungsgeschichte erzählt. Das Volk Israel wird aus der Knechtschaft in Ägypten befreit. Als Vision von einem Leben in Freiheit verspricht Gott ein Land, in dem Milch und Honig fließen.  Aber am Beginn steht ein anderes Element: das Wasser. Als die Israeliten vor den ägyptischen Soldaten flüchten, teilt sich das Meer. Dieses erste Wasserwunder markiert  einen Übergang: nicht mehr gefangen, aber noch nicht wirklich frei.<br />
Denn der Weg in die Freiheit ist lang und beschwerlich – das kennen alle, die sich schon einmal aufgemacht haben. Das gelobte Land ist oft wie ein Traum.<br />
Es liegt vielleicht gar nicht so weit weg, aber es müssen viele Umwege beschritten werden, bis das Ziel erreicht ist.<br />
Und so ist das auch in der Geschichte des Volkes Israel: 40 Jahre ist es unterwegs durch die Wüste. Erst dann kommt es an die Grenze zum gelobten Land. Und wieder passiert ein Wasserwunder: Der Fluss Jordan bleibt still stehen, so dass das Volk problemlos hindurch ziehen kann.<br />
Wasser steht an den Übergängen des Lebens. Wer sich auf den Weg in die Freiheit machen will, braucht seine stärkende und heilende Kraft.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gottesdienst 19. Jänner</title>
		<link>https://www.evang-wels.at/archives/1352</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Janine Werneck-Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2014 12:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Gemeinde, Vertraut den neuen Wegen. Dieses Lied erinnert mich an unseren ersten Gottesdienst hier in Wels im September 2011. Zu diesem Lied haben Roland und ich gepredigt. Damals war [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Gemeinde,</p>
<p>Vertraut den neuen Wegen. Dieses Lied erinnert mich an unseren ersten Gottesdienst hier in Wels im September 2011. Zu diesem Lied haben Roland und ich gepredigt. Damals war ich aus Wien aufgebrochen und die evangelische Pfarrgemeinde Wels lag wie ein neues Land vor mir. Und ich hatte das Gefühl, angekommen zu sein, vorläufig zumindest. Angekommen an meinem langjährigen Ziel, meine Gaben als Pfarrerin in eine Pfarrgemeinde einzubringen.</p>
<p>Heute, gut zwei Jahre später, ist es  anders, als ich mir vorgestellt habe. Ich habe &#8211; zum Teil sehr schmerzlich – erfahren, dass es mir im Augenblick nicht möglich ist, meine vierjährige Tochter und eine Pfarrgemeinde liebevoll zu betreuen, sodass es mir und meiner Familie dabei gut geht.<br />
Deshalb habe ich mich nach einem langen Krankenstand und einer kurzen Rückkehr in den Dienst dazu durchgerungen, wieder aufzubrechen.</p>
<p>Es fällt mir nicht leicht.<br />
Denn mit jedem Aufbruch bricht etwas ab.<br />
Ich spüre dass ich manche Erwartung, die in mich gesteckt wurde, enttäuscht habe.<br />
Ich muss hier vieles zurücklassen, was mir kostbar und wertvoll war. Z.B. die Konfirmanden oder meinen Kleinkindergottesdienst wachsKerze.<br />
Und es zerbricht ein Bild, das ich mir von mir und meinem Leben gemacht habe. Es ist anders als ich mir vorgestellt habe. </p>
<p>Es hat mich in den letzten Wochen getröstet und ermutigt, dass ich mich biblisch betrachtet in bester Gesellschaft befinde. In der Bibel wimmelt es nur so von Menschen, die aufbrechen und unterwegs sind. Die Bibel ist voll von Weltenbummlern, Grenzgängerinnen, Gipfelstürmern, Vertriebenen, Flüchtlingen, Spaziergängerinnen und Suchenden. Menschen mit geradlinigen  Lebensentwürfen kommen da, wenn überhaupt, nur am Rande vor. Lebenslaufdesign ist keine biblische Kategorie.</p>
<p>Vielmehr ist die Bibel voll Menschen, deren Vorstellungen zerbrechen. Menschen, die Schicksalsschläge erleiden, Menschen, mit Konventionen brechen, das ehemals Vertraute zurück lassen. Menschen, deren Leben durch äußere Umstände auf den Kopf gestellt wird oder die selbst beschließen: Hier muss ich etwas ändern, hier muss ich MICH verändern. Ja, das Aufbrechen und Unterwegssein könnte man als DEN biblischen Lebensstil  bezeichnen.<br />
Abraham  &#8211; der Schutzpatron aller Beweglichen-  der  seine Heimat verlässt und Gottes Ruf  in ein neues Land folgt. Elija, der vor König Isebel bis in die Wüste flieht, durch seine Todessehnsucht und Depression hindurchgehen muss, bis er in der Stille Gott auf neue Weise erfährt. Judit, die sich nach dem Tod ihres Mannes gegen alle Konventionen weigert  nochmals zu heiraten und  mit Geduld, List und Mut zur Heldin Israels wird. </p>
<p>In all diesen und vielen anderen Geschichten zeigt sich: In  Lebensübergängen, in Lebensbrüchen  &#8211; bricht nicht nur etwas ab, es bricht auch etwas auf. Es öffnet sich etwas. Wird durchlässig für Neues. Im Aufbrechen und Unterwegssein er-FAHREN diese Menschen etwas  über sich und über das Leben. Und sie erfahren Gott auf neue Weise. </p>
<p>Werden Lebens-Brüche &#8211; wie der Tod des Mannes, das Verlassen der Heimat oder äußere Bedrohung nicht als Abbruch, sondern als Anstöße zur Neugestaltung des Lebens verstanden – dann sind sie der Boden, aus dem Neues wachsen kann, auch für die Umgebung und nachfolgende Generationen.</p>
<p>Aber auch vom Gegenteil erzählt die Bibel.<br />
Wer nicht bereit ist, zum inneren und äußeren Aufbruch, der erstarrt. Wer ständig im Alten stecken bleibt, zerbrochenen Lebensentwürfen nachläuft, Wunden ständig neu aufschürft anstatt sie heilen zu lassen, ist nicht offen für neue Wege, die sich auftun. Bereits im ersten Buch der Bibel, im Buch Genesis begegnet uns das Sinnbild dieser Verstrickung. Lots Frau. Sie will bzw. sie kann die Schrecken von Sodom und Gomorra nicht zurücklassen. Sie kann und will nicht nach vorne schauen. Und so  erstarrt sie zur Salzsäule. </p>
<p>Liebe Gemeinde,<br />
aufzubrechen, muss nicht unbedingt heißen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen.<br />
Aber es bedeutet innerlich beweglich zu bleiben. Das eigene Leben immer wieder zu hinterfragen.<br />
Wo unterwerfe ich mich Traditionen, die dem Leben nicht dienen? Wo bleibe ich meinen Plänen und Vorstellungen um jeden Preis treu, auch wenn ich mich darin nicht heimisch fühle? Wo verkrieche ich mich lieber – das kann ich nicht, das hab ich noch nie gemacht und was sagen denn die anderen, anstatt einfach mal auszuprobieren? Es kann nicht alles von heute auf morgen alles sofort verändert werden… aber diese Fragen brauchen wir, um lebendig zu bleiben. Als Menschen und als Pfarrgemeinde. Und häufig sind es viele kleine Schritte, die uns am Ende in ein neues Land führen. </p>
<p>Wir müssen bereit sein, uns von Gott unterbrechen zu lassen. In diesen wunderschönen Satz hat Dietrich Bonhoeffer die biblische Lebenshaltung des Aufbrechens und Unterwegsseins gegossen. Bereit sein uns von Gott unterbrechen zu lassen  &#8211; in unseren Gewohnheiten, und Lebensentwürfen. Bereit sein los zu lassen, wenn es an der Zeit ist. </p>
<p>So wie die Jünger und Jüngerinnen, die Jesus in seine Nachfolge ruft. Simon Petrus und die anderen mit Frau und Haus am See. Auf dem Weg zur klassischen Fischerkarriere. Vielleicht ist da sogar einmal ein eigenes Boot drinnen. Und dann ein Ruf: Kommt mit mir. Folgt mir nach. Und sie lassen sich unterbrechen. Mitten im Alltag. Mitten im Tun. Und sogleich verlassen sie ihre Netze, ihren Vater im Boot und gehen mit. Folgen ihm nach.</p>
<p>Folgt mir nach! – mit dieser Aufforderung Wort macht Jesus klar, was es heißt an ihn zu glauben. Folgt mir nach – das legt nahe, dass Glauben und Beweglichkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Ein so verstandener Glaube heißt sich unterbrechen lassen, heißt unterwegs sein, heißt mitgehen, heißt nachgehen. </p>
<p>Wir müssen bereit sein, uns von Gott unterbrechen zu lassen.<br />
Die biblische Kultur des Aufbruchs ist keine Ratgeber für ein sicheres und bequemes Leben, das uns vor dem Scheitern bewahrt. Nachfolge ist kein starres Nachgehen auf gut ausgetretenen Pfaden. Kein sich Einrichten in der Komfortzone. Es war kein Spaziergang, den die Jünger da mit Jesus begonnen haben. Aber der biblische Glaube eröffnet uns eine neue, eine befreiende Perspektive auf ein Leben mit Gott. Wer sich unterbrechen lässt, wer unterwegs bleibt, wird mit diesem Gott Überraschendes entlang des Weges entdecken. Der wird in österlichem Staunen erfahren, dass gerade aus dem Auf – und Abgebrochenen neues Leben keimt. Der darf darauf vertrauen, dass Gott uns den Weg zum Leben zeigen will. </p>
<p>„Du tust mir kund den Weg zum Leben“, heißt es in Psalm 16.<br />
In diesem Vertrauen dürfen wir unterwegs sein. Als Menschen und als Pfarrgemeinde.<br />
Und in diesem Vertrauen breche ich auf.<br />
AMEN</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Predigt Radiogottesdienst</title>
		<link>https://www.evang-wels.at/archives/1338</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Werneck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2014 10:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
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					<description><![CDATA[Radiogottesdienst aus der Evangelischen Christuskirche, Wels Pfarrer Roland Werneck Der Predigtabschnitt für den heutigen Gottesdienst steht im Evangelium nach Johannes, im 1. Kapitel: 1Im Anfang war das Wort, und das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Radiogottesdienst aus der Evangelischen Christuskirche, Wels</p>
<p>Pfarrer Roland Werneck</p>
<p>Der Predigtabschnitt für den heutigen Gottesdienst steht im Evangelium nach Johannes, im 1. Kapitel:</p>
<p>1Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.<br />
2Dasselbe war im Anfang bei Gott.<br />
3Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.<br />
4In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.<br />
5Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat&#8217;s nicht ergriffen.<br />
6Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes.<br />
7Der kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit sie alle durch ihn glaubten.<br />
8Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht.<br />
9Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.<br />
10Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.<br />
11Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.<br />
12Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,<br />
13die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.<br />
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.</p>
<p>Liebe Gemeinde!</p>
<p>Weihnachten ist das Fest der Bräuche und Symbole. Ob  auf den Straßen oder in den Kirchen,  in den Schulen oder in den Kaufhäusern:  Lichter, Kränze und geschmückte Bäume erinnern  seit Wochen daran, dass diese Tage es in sich haben.<br />
Auch der Evangelist Johannes liebt Symbole. Er verweist uns zu Weihnachten zunächst an den Anfang:<br />
In einer philosophischen Sprache erzählt er die Weihnachtsgeschichte auf seine Weise. Für Johannes ist die Geburt Jesu eine neue Schöpfungsgeschichte. Er schreibt:<br />
„Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott.“<br />
Johannes  ist davon überzeugt: Weihnachten hat etwas mit dem Anfang zu tun. Mit dem  Anfang der Geschichte vom Licht und der Finsternis, von Gott und den Menschen.<br />
Und Johannes erinnert uns zu Weihnachten an ganz grundsätzliche Fragen:<br />
Wie ist der Mensch von Gott gemeint? Was macht den Mensch zum wahren Menschen?</p>
<p>Ganz am Anfang in der Bibel steht ja, dass der Mensch viele Ähnlichkeiten mit Gott hat: Er ist mächtig, er ist kreativ, er herrscht über die Welt der Tiere und Pflanzen.<br />
Für Johannes gehört zum Menschsein noch etwas unbedingt dazu: das Wort, die Sprache, die Vernunft.<br />
Das kennen wir, damit haben wir unser ganzes Leben lang zu tun, Tag für Tag.  Menschen reden viel miteinander. Das gesprochene Wort ist unser wichtigstes Werkzeug. Über die Sprache kommen wir einander näher, in welcher Form auch immer. Die modernen technischen Kommunikationsmittel können dabei hilfreich sein: Radio, Telefon, Handy, SMS, facebook und wie sie alle heißen.<br />
Wir reden miteinander, manchmal liebevoll , manchmal verärgert, wir teilen einander unsere Gedanken und Ideen mit. Durch Worte entsteht etwas Neues, Kreatives, eine neue Schöpfung.<br />
Ja, der Mensch hat viele Ähnlichkeiten mit Gott: Jeder Tag in der Geschichte der Menschheit ist ein Schöpfungstag. Welche unglaublichen Erfindungen hat sich der Mensch einfallen lassen! Wie dankbar können wir sein z.B. für die Fortschritte in der Medizin! Dass es für so viele Krankheiten heute Behandlungen gibt, die vor 100 Jahren unheilbar waren!<br />
Das Wort, die Sprache, die Vernunft: Welch ein Segen für uns Menschen!<br />
Aber dann  ruft uns der Evangelist Johannes zu Weihnachten auch zu: Das ist noch nicht alles! Das ist noch nicht die ganze Schöpfung Gottes!  Das Wort, die Sprache, auch die Vernunft  machen noch nicht den wahren Menschen aus! Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat´s nicht ergriffen!<br />
Wir Menschen sind auf das Licht angewiesen, in vielerlei Hinsicht. In diesen weihnachtlichen Tagen ist das für viele ganz besonders zu spüren.</p>
<p>Weihnachten: Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat´s nicht ergriffen!<br />
Eine wichtige Seite der Schöpfung fehlt also noch, damit der Mensch als wahrer Mensch leben kann, so wie er von Gott gemeint ist.<br />
Ohne das wärmende und erhellende Licht der Gnade und Barmherzigkeit kann die Vernunft auch in den Abgrund führen.<br />
Der Fortschrittsglaube der Moderne, dass die Entwicklung der Technik die Welt automatisch auch besser, menschlicher machen würde, ist spätestens im vergangenen 20. Jahrhundert zerbrochen. Im kommenden Jahr 2014 denken wir an den Ausbruch des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren zurück.<br />
Dieses Datum erinnert uns in Europa daran, wohin ein übersteigerter Nationalismus führen kann.  Die Stimmen der Vernunft wurden nicht mehr gehört.  Seit 100 Jahren wissen wir auch: Die modernste Technik kann zum Wohl der Menschheit eingesetzt werden, aber auch zur gegenseitigen Bekämpfung, ja in letzter Konsequenz sogar zur brutalen Vernichtung.  </p>
<p>Wo ist die Grenze zwischen Segen und Fluch?<br />
Wo  finden wir uns im Licht wieder, wo in der Finsternis?<br />
Mitten in diese manchmal quälenden Fragen ruft uns der Evangelist Johannes seine Weihnachtsbotschaft zu: Dieser Jesus, dieses fleischgewordene Wort,  ist das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.<br />
Weihnachten heißt: Gott kommt zu uns als Licht. Wir sind nicht mehr allein in der Finsternis. Wir sind nicht mehr allein, wenn wir Angst vor dem nächsten Tag haben. Wir sind nicht mehr allein, wenn wir uns zu schwach fühlen, um in dieser oft so unbarmherzigen Gesellschaft bestehen zu können. Wir sind nicht mehr allein, wenn wir daran glauben, dass Gottes Liebe allen gilt, den Inländern und den Ausländern, denn das Licht des Lebens scheint für Menschen aller Nationen.<br />
Weihnachten ist ein Fest der Barmherzigkeit und Gnade. Der Mensch wird befreit von einer ungeheuren Last. Er muss sich nicht selbst erlösen! Er muss nicht selbst das Licht sein, das in die ganze Welt scheint. Die Ideologien der Selbsterlösung des Menschen haben schon genug Unheil in die Welt gebracht.<br />
Der Evangelist Johannes ruft uns zu: Zu Weihnachten kommt das Licht  zu den Menschen! Es gibt keinen Bereich unseres Lebens, wo es dunkel bleiben muss!  Im Schein des weihnachtlichen Lichts können Dinge geschehen, mit denen wir längst nicht mehr gerechnet haben:<br />
Jahrzehntelang  zerstrittene Geschwister reichen einander die Hände zur Versöhnung.<br />
Ein Mörder, der im Gefängnis sitzt, beschließt, ein  neues Leben zu beginnen.<br />
Das Licht scheint in der Finsternis! Barmherzigkeit und Gnade sind seine Begleiter! Zu Weihnachten werden sie uns geschenkt und wenn wir diese Geschenke annehmen, dann werden wir auch spüren: Ja, so ist der Mensch von Gott gemeint!</p>
<p>Die Geschichte von der Geburt Jesu ist eine neue Schöpfungsgeschichte:<br />
Das Wort ward Fleisch. Gott kommt zu uns als Mensch. Das Licht scheint in der Finsternis.<br />
Was für eine wunderbare Botschaft für uns in einer Zeit, in der Kindern und Jugendlichen von so manchen Erwachsenen beigebracht wird: Das Wichtigste ist, dass Du besser, schneller und stärker bist als die anderen. Du musst lernen, Dich durchzusetzen!<br />
Wo gibt es Orte in unserer Ellbogengesellschaft, an denen unsere Kinder und Jugendlichen lernen können, dass zum wahren Menschsein auch noch etwas anderes gehört?<br />
Rücksicht auf die Schwachen, die Langsamen, auf die, die aus Familien kommen, bei denen das Geld knapp ist? Wo kann die Wärme des weihnachtlichen Lichtes spürbar werden?<br />
Viel wird in diesen Wochen über Bildung und unser Schulsystem diskutiert.<br />
PISA-Tests werden evaluiert. Es wird überprüft, ob die Kinder und Jugendlichen altersgemäß lesen und rechnen können.  Kompetenzen für die neue Zentralmatura  werden trainiert.<br />
Gleichzeitig hören wir laufend Klagen aus den Schulen über zunehmendes Mobbing, gezielte Ausgrenzung von einzelnen Kindern. Was es in der Arbeitswelt der Erwachsenen gibt, lernen  Kinder und Jugendliche sehr schnell.<br />
Wie wäre es einmal mit einem PISA-Test im Fach Solidarität? Oder mit der erwünschten Kompetenz der Nächstenliebe in Kindergärten und Schulen?<br />
Wenn wir Erwachsene es verabsäumen, unsere Kinder das Licht von Weihnachten spüren zu lassen, die Barmherzigkeit und Gnade, die uns von Gott geschenkt wird, brauchen wir uns nicht wundern, wenn hier eine „Generation EGO“ heranwächst, wie ein jüngst erschienenes Buch über die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert heißt.<br />
Aber zum Glück gibt es diese Orte, wo  sich der Mensch nicht über Leistung definieren muss. In  diakonischen und caritativen Projekten engagieren sich viele, viele Ehrenamtliche, Jugendliche und Erwachsene. Sie sind Zeugen  dafür, dass Gott sich uns zuwendet, und sein Licht leuchtet durch diese Zeugen für andere. Bei uns in der Pfarrgemeinde werden einmal in der Woche lernschwache Kinder von Erwachsenen bei ihren Schulaufgaben unterstützt.<br />
Nicht nur der hoffentlich bessere Lernerfolg der Kinder macht dieses Projekt für mich so wichtig, sondern noch mehr die Erfahrung, die diese Kinder machen:<br />
Hier ist jemand für mich da, er wendet sich mir liebevoll zu, ohne von mir etwas zu verlangen.<br />
Oder unser Jugendchor together one, den wir auch in diesem Gottesdienst gehört haben:<br />
Jugendliche nehmen sich vor Weihnachten Zeit, um ältere und einsame Menschen zu besuchen und singen ihnen Weihnachtslieder vor.<br />
Zwei kleine Beispiele, wie eine Kultur der Barmherzigkeit und Gnade aussehen könnte, die wir so dringend brauchen.<br />
Zu Weihnachten kommt Gott als Mensch zu uns.<br />
Der Berliner Theologe Helmut Gollwitzer, der vor 20 Jahren verstorben ist, hat das die Solidarität Gottes mit uns Menschen genannt.<br />
Zu Weihnachten dürfen wir erfahren, dass wir Kinder Gottes sind.<br />
Als solche bekommen wir die wunderbarsten Geschenke:<br />
Solidarität und Nächstenliebe, Gnade und Barmherzigkeit.<br />
Wir werden reichlich beschenkt mit der Wärme des Lichtes, das in der Finsternis scheint. Weihnachten ist die große Einladung an uns: Teilen wir diese wunderbaren Gaben, die den Menschen mit Gottes Hilfe zum wahren Menschen machen! Lassen wir das Licht leuchten in die Welt!</p>
<p>Amen</p>
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